Reisehinweise

Namibia Länderinformationen

Wie kein anderes Land auf dem afrikanischen Kontinent vereint Namibia sowohl europäische als auch afrikanische Einflüsse. Der vergleichsweise dünn besiedelte Staat im Süden Afrikas wurde nicht nur durch eine lange Fremdherrschaft europäischer Mächte geprägt, bei der vor allem dem ehemals Deutschen Reich eine relevante Bedeutung zukommt, sondern auch durch die Okkupation des Landes durch Südafrika, aus deren vertraglichen Diktaten sich Namibia erst 1990 befreite und so zu einem unabhängigen Staat werden konnte. Der Staat, dessen Name sich von der großen Wüste Namib ableitet, bietet eine große Tier- und Pflanzenvielfalt, die sich in den verschiedenen Regionen entfalten kann. So gehören die weitläufigen Dünen- und Felslandschaften der Namib-Wüste genauso zum Ziel vieler Touristen wie die fruchtbaren Flussoasen des Caprivistreifens oder der berühmte Etosha Nationalpark mit seiner großen Zahl an Wildtieren. Bei Safari-Touristen ist Namibia besonders beliebt, da dieses Land so viele verschiedene Regionen mit hoher Tierpopulation bietet. Daher ist der großflächige Küstenstaat in den vergangenen Jahren auch zu einem der führenden Touristenländer Afrikas gewachsen.

Historie

Funde auf dem Gebiet des heutigen Namibias belegen die Existenz von menschlichen Vorfahren, wie den Hominiden vor deutlich mehr als 10 Millionen Jahren. So kann das namibische Staatsgebiet in seiner heutigen Form als eines der ältesten Siedlungsräume der Menschheit bezeichnet werden. Unzählige Funde in dieser Region gelten für die Geschichtsforschung als Relikte menschlicher Ursprünge von größter Relevanz (zu denen neben Steinfragmenten mit Tier- und menschlichen Darstellungen auch zahlreiche Gefäße gehören). In der neueren Geschichte des Landes spielt ähnlich wie bei nahezu allen weiteren Staaten Afrikas die Zeit des Kolonialismus eine signifikante Rolle.

Der lange Zeitabschnitt der Fremdbeherrschung wurde im Jahr 1883 von dem Bremer Kaufmann und Abenteurer Adolf Lüderitz eingeleitet. Er erwarb in diesem Jahr weitläufige Besitztümer auf dem Gebiet Namibias, was das Deutsche Reich ein Jahr später dazu veranlasste, den entsprechenden Distrikt unter Schutz zu stellen. So wurde Namibia im Jahr 1884 schließlich „Deutsches Schutzgebiet“ und erhielt den Namen „Deutsch-Südwestafrika“. Das im Zeitraum von 1884 bis 1914 durch das Deutsche Reich kolonisierte Territorium wurde von deutschen Siedlern bevölkert. Gleichzeitig kam es zu einer beispiellosen Unterwerfung der dortigen schwarzen Bevölkerung, allen voran der Stämme der Namas sowie der Hereros. Anfangs wurde bei den Einheimischen noch die Illusion erweckt, dass ein mehr oder weniger friedliches Zusammenleben, mit bestimmten Rechten, die in einseitigen Schutzverträgen festgeschrieben wurden, auf Seiten der deutschen Kolonialmacht angestrebt werde. Beide genannten Stämme erkannten jedoch sehr schnell, welche Existenz bedrohenden Konsequenzen die Besetzung des Landes durch die Mitteleuropäer mit sich bringen würde, was sowohl die Namas als auch die Hereros letztlich zum offenen Kampf gegen ihre Besetzer veranlasste. Die Auseinandersetzungen hielten bis 1908 an und fanden ihr Ende mit der vollständigen Unterwerfung der schwarzen Bevölkerung des Landes. Eine erneute Fremdbeherrschung Namibias wurde mit der Besetzung des Landes durch Südafrika im Zuge des Ersten Weltkrieges eingeleitet und fand ihren Höhepunkt im Jahr 1920, als Namibia seinem Besetzer vom Völkerbund als Mandatsgebiet zugesprochen wurde und somit auch rechtmäßig Teil Südafrikas wurde. Obwohl dieser Beschluss 1966 von der UNO aufgehoben wurde, weigerte sich Südafrika lange Zeit, dieses anzuerkennen, was zu unbeherrschten militärischen Auseinandersetzungen führte und erst durch die von der UNO unterstützten namibischen Befreiungsorganisation SWAPO beendet werden konnte. Namibia konnte nach langer Fremd- bestimmung somit erst 1990 seine Unabhängigkeit erreichen und in den darauf folgenden Jahren eine feste Demokratie etablieren und kontinuierlich ausbauen.
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Politik & Wirtschaft

Das politische System Namibias kann gemäß der Namibianischen Verfassung von 1990 als semi- präsidentiell bezeichnet werden. Das Parlament besteht aus zwei Kammern, wobei sowohl der 26 Sitze unfassende Nationalrat als auch die Nationalversammlung, die aus 78 Vertretern besteht, das Legislativorgan darstellt. Der Nationalrat erhält seine Zusammensetzung aus jeweils zwei Vertretern der 13 Verwaltungsregionen des Landes. Die Bevölkerungszahl der einzelnen Regionen ist hierbei nicht relevant. Die Nationalversammlung hingegen umfasst sechs Mitglieder, die direkt vom Präsidenten bestimmt werden. Die übrigen Abgeordneten werden nach dem Verhältniswahlrecht vom Volk Namibias bestimmt. Sie ist die gesetzgebende Gewalt im Land und verfügt über das Recht, Beschlüsse oder Handlungen des Präsidenten aufzuheben, sofern die Abgeordneten mit einer Zweidrittelmehrheit gegen entsprechende Initiativen des Präsidenten stimmen. Der Präsident, der sowohl das Amt des Staatsoberhauptes als auch das des Regierungschefs Inne hat, bildet wiederum die Exekutive und wird auf fünf Jahre direkt vom Volk bestimmt. Er ernennt und entlässt seine Minister völlig eigenständig und hat das Recht, die Nationalversammlung aufzulösen. In einem solchen Fall endet allerdings auch die Amtsperiode des Präsidenten unverzüglich. Derzeit ist Dr. Hifikepunye Lucas Pohamba Präsident.

Er gehört der Südafrikanischen Volksunion (SWAPO) an, die bereits seit der Unabhängigkeit Namibias im Jahr 1990 ununterbrochen mit klarer absoluter Mehrheit regiert. Bei den letzten Parlamentswahlen 2004 erreichte die Partei mehr als 75 Prozent der abgegebenen Stimmen und somit 55 der 78 Parlamentssitze. Die Wahlbeteiligung liegt in Namibia traditionell recht hoch, zuletzt bei fast 85 Prozent.

Namibia ist gemäß einer freien Marktwirtschaft organisiert. Die ausgesprochen gut entwickelte Infrastruktur des Landes, die eine der am besten ausgebildeten Straßennetze auf dem afrikanischen Kontinent beinhaltet, ermöglichte dem dünn besiedelten Land eine kontinuierlich anhaltende Weiterentwicklung in Industrie und Handel nach 1990. Die Hauptwirtschaftszweige Namibias sind vor allem der Bergbau sowie der Fischfang. Aber auch die Landwirtschaft und der Tourismus haben einen nicht unwesentlichen Anteil an dem namibischen Bruttoinlandsprodukt.

Etwa 20 Prozent von diesem wird allein vom Bergbau erwirtschaftet. Gefördert werden vor allem Diamanten und Uran, aber auch große Mengen an Kupfer, Gold oder Erdgas. Die Diamantenmine von Lüderitz ist international bekannt und im Norden des Landes befindet sich die weltweit größte Uranmine. Der größte Anteil der Bevölkerung findet in der Landwirtschaft seinen Arbeitsplatz. Besonders die Zucht von Rindern und Schafen spielt im landwirtschaftlichen Sektor eine große Rolle, wobei dieser Wirtschaftssektor als solcher immer mehr an Bedeutung verliert. Eine immer größere Rolle in Namibia spielt hingegen der Tourismus sowie die Industrie. Letztere ist jedoch gegenwärtig noch äußerst schwach ausgeprägt, was einen starken Import von Konsumgütern und Maschinen zur Folge hat.

Der Tourismus in Namibia erlangt immer mehr an Bedeutung. Das gute Straßennetz und weit reichende Schienennetze ermöglichen es den Touristen beinahe mühelos, das artenreiche Land zu erkunden.

Vor allem bei deutschen Touristen gilt  Namibia als sehr beliebt, da die geschichtlich bedingte, kulturelle

und sprachliche Nähe zu diesem Land als anziehend und angenehm empfunden wird.

Die Arbeitslosenquote ist wie in den meisten Ländern Afrikas sehr hoch und liegt in Namibia bei knapp 40 Prozent. Das Pro-Kopf-Einkommen liegt bei lediglich 120 Euro im Monat. Insgesamt zeichnet sich das Land durch extrem schwankende Einkommen in den verschiedenen Regionen des Landes aus und besitzt eine der ungleichsten Einkommensverteilungen der Welt.
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Geografische Fakten, Wetter & Klima

Namibia kann eine Gesamtgröße von etwa 824.292 km2 aufweisen und ist im südlichen Teil des afrikanischen Kontinents angesiedelt. Die Westgrenze des Landes liegt direkt am Südatlantik, während Namibia im Osten an die Staaten Sambia und Botswana, im Süden an Südafrika und im Norden an Angola grenzt. Mit einer Einwohnerzahl von knapp zwei Millionen Menschen und einer sich daraus ergebenen Bevölkerungsdichte von 2,3 Menschen pro km2, gehört Namibia zu den am dünnsten besiedelten Staaten in Afrika und der gesamten Welt. Die Geografie Namibias ist vornehmlich durch drei verschiedene Naturräume geprägt. Diese sind zum einen der „Küstenstreifen“, der die Namib-Wüste sowie die Skelettküste beheimatet. Zum anderen die so genannte „Große Randstufe“ sowie das „Binnenhochland“. Ersterer erstreckt sich über eine Gesamtlänge von mehr als 2000 km und ist eines der trockensten Gebiete des Landes. Dieses ist nicht zuletzt auf den dort verlaufenden Benguelastrom zurückzuführen, der vom Kap der Guten Hoffnung bis zum Äquator fließt. Die Landschaften des Küstenstreifens zeichnen sich im Wesentlichen durch die große Namib-Wüsten auf diesem Gebiet aus. So ist diese Wüste die nachweislich älteste der Welt und zugleich eines der lebensfeindlichsten Orte des gesamten Planeten. Auch die berühmte Skelettküste beherbergt Gesteinsschichten, die zu den ältesten Funden der Erde gehören und ist durch seine zahlreichen Strömungen im küstennahen Gewässer bekannt, die für die Seefahrt seit jeher immense Gefahren mit sich brachten. Letztlich sind auch die wenigen Buchten und kleinen vor gelagerten Inseln des Küstenstreifens zu erwähnen, von der vor allem die Lüderitzbucht von epochaler Bedeutung für die Geschichte des Landes ist.

Die Große Randstufe ist eine Schichtstufe im südlichen Afrika, die eines der geologisch ältesten Gebiete der Erde darstellt und sich komplett durch Namibia durchzieht. Sie trennt den Küstenstreifen vom Binnenhochland und bildet mehr oder weniger fließende Übergänge zwischen den verschiedenen Landschaftsformen. Ein Großteil der Großen Randstufe Namibias wird von der Namib-Wüste ein­genommen und weist im Bereich vom 19. bis zum 23 Breitengrad eine so genannte „Randstufen­lücke“ auf, die durch Erosion und die damit einhergegangene Unterbrechung der Randstufe zustande kam.

In östlicher Richtung senkt sich die Große Randstufe langsam bis in die Bergländer sowie in das innerafrikanische Hochland  ab und geht schließlich in das sandgefüllte „Kalahari-Becken“ über.

Hier finden sich große Bergmassive vulkanischen Ursprungs und besonders fruchtbare Täler, welche die insgesamt flache Landschaft des Binnenhochlands durchziehen.

Grundsätzlich lässt sich das Klima Namibias als heiß und trocken bezeichnen, wobei es zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen des Landes gibt. Die Temperaturen in der Namib-Wüste, wie auch in anderen Wüsten des Landes können in den heißesten Monaten des Jahres Juli und August sehr deutlich die 40 °C überspringen und auch in den Wintermonaten klar über 25°C steigen. In den kältesten Monaten Dezember und Januar können die Temperaturwerte allerdings auch unter den Gefrierpunkt absinken. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind zum Teil sehr groß. So sind Temperatursprünge von mehr als 20 °C in den Wintermonaten des Landes keine Besonderheit. Der größte Teil des Landes wird vom Sommerregengebiet eingenommen, in dem zwar recht unregelmäßige dafür aber teilweise sehr heftige Niederschläge vorkommen. Im Binnenhochland hingegen ist die Temperatur aufgrund der Höhe vergleichsweise niedrig und kann in sehr hohen Lagen sogar einzelne Schneefälle vorbringen. Auch im Küstenstreifen sind die Temperaturen durch den kalten Benguelastrom recht niedrig.

Auch Nebel und starke Wolkenbildung durch die Abkühlung des Südwestwindes durch den Benguelastrom bestimmen das Klima in dieser Region Namibias. Eine besondere Position in dem Klima des Landes nimmt der so genannte „Caprivi-Streifen“ im Nordosten Namibias ein. Durch das ausgeprägte Flusssystem und den häufigen Niederschlägen in diesem Gebiet, konnte ein reichhaltiger, tropischer Urwald entstehen. Die Luftfeuchtigkeit im Caprivi-Streifen ist recht hoch, was für das Land Namibia eigentlich als untypisch gilt.
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Bevölkerung & Ethnien

Namibia ist mit einer Bevölkerungsdichte von 2,3 Einwohnern pro Km überaus dünn besiedelt und beherbergt Landesteile, die nahezu menschenleer erscheinen. Hierzu gehört beispielsweise der Süden des Landes in dem nicht einmal sieben Prozent der Gesamtbevölkerung Namibias beheimatet ist, sowie der Westen des Landes, mit der Namib-Wüste, in dem mit Ausnahme der wenigen Hafenstädte praktisch keine Menschen leben. Die Bevölkerung von knapp 2 Millionen Menschen verteilt sich zu einem bedeutenden Teil auf wenige Städte des Landes, von denen die in Zentralnamibia gelegene Hauptstadt Windhoek alleine 300.000 Einwohner zählt. Einzig im fruchtbaren Norden des Landes leben relativ viele Menschen in ländlich geprägten Gegenden. Erhebungen zeigen, dass die Bevölkerung in Namibia, wie auch in fast allen Staaten Afrikas in den kommenden Jahrzehnten drastisch zunehmen wird. In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Einwohnerzahl des Landes weit mehr als verdoppelt. Die Lebenserwartung hingegen geht kontinuierlich zurück und lag im Jahr 2005 lediglich noch bei 52 Jahren. Namibia kann als klassischer Vielvölkerstaat angesehen werden. Die Ursache hierfür liegt in der willkürlichen Grenzziehung durch die europäischen Mächte auf dem afrikanischen Kontinent zur Zeit des Kolonialismus. Die größte ethnische Gruppe bildet mit 49,8 % das Volk der Ovambo. Es lebt vor allem im Norden des Landes und übt erheblichen Einfluss auf die Politik Namibias aus. So gingen aus diesem Volk alle bisherigen Regierungschefs und auch Staatspräsidenten hervor. Weitere wichtige Bevölkerungsgruppen sind beispielsweise die San, die auch als „Buschleute“ bezeichnet werden. Sie gelten als das älteste Volk Namibias und werden deshalb auch als die Urväter Namibias apostrophiert. Gegenwärtig lebt dieses, von anderen ethnischen Gruppen des Landes oft unterdrückte Volk überwiegend als Hilfsarbeiter auf Farmen. Ebenfalls bedeutend für den ethnischen Pluralismus Namibias ist das in Großfamilien lebende Volk Damara, das auch zu den Urvölkern Südafrikas gehört und in Namibia einen Bevölkerungsanteil von knapp 8 % ausmacht. Auch die zahlreichen anderen kleinen Volksgruppen des Landes sind zu erwähnen, zu denen unter anderem auch die Hereos sowie die Namas gehören, die entscheidenden Einfluss auf die Geschichte des Staates genommen haben.

Mit einem Anteil von knapp 5 % gemessen an der Gesamtbevölkerung Namibias nehmen die „Weißen“ in dem Land eine nicht unwesentliche Rolle ein. Diese Prozentzahl setzt sich hauptsächlich aus Afrikanern (oder auch Buren genannt) zusammen. Auch die Nachkommen deutschsprachiger Siedler aus der Kolonialzeit oder deutsche Auswanderer sind in dieser Bevölkerungsgruppe vertreten.

Der wirtschaftliche Einfluss der Weißen ist in Namibia sehr hoch, da die ertragreichsten Farmen des Landes noch immer nahezu ausschließlich in Besitz Weißer sind, auf denen in der Regel Schwarze bedienstet sind.

Namibia zeichnet sich durch eine Vielzahl verschiedener Sprachen und Dialekte aus.

Die verbreitetsten Sprachen sind hierbei die so genannten „Bantu-Sprachen“, die „Khoisan-Sprachen“ sowie die indogermanischen Sprachen. Diese wiederum spalten sich in mehr als 30 Dialekte auf und werden von den größten Volksgruppen des Landes gesprochen. Noch immer weit verbreitet sind die von den Weißen eingeführten germanischen Sprachen, wie Afrikaans oder auch Deutsch. Vor allem unter den Farmarbeitern Namibias wird noch viel Deutsch gesprochen und ist kein geringer Grund für die Beliebtheit Namibias bei deutschen Urlaubern. Die sprachliche Nähe zu Deutschland ermöglicht deutschsprachigen Touristen eine weitgehend problemlose Kommunikation mit den Einheimischen vor Ort. Offizielle Amtsprache in Namibia ist nach der Unabhängigkeit allerdings Englisch, was von dem Großteil der Bevölkerung jedoch nur unzureichend beherrscht wird.

Über die Hälfte der namibischen Bevölkerung gehört der evangelisch-lutherischen Kirche an, während sich etwa 20 Prozent der Namibier der römisch-katholischen Kirche zugehörig fühlen. Neben den Mitgliedern der christlichen Konfessionen, die den weitaus größten Anteil der Bevölkerung ausmachen, gibt es weiterhin zahlreiche Anhänger traditioneller Naturreligionen.
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Bräuche & Traditionen

Namibia zeichnet sich durch eine Vielzahl von noch heute gepflegten Traditionen und Kulturen aus. Die verschiedenen Volksgruppen des Landes weisen dabei ganz unterschiedliche kulturelle Betätigungen auf. So ist das Volk der Himba beispielsweise bekannt für ihren prunkvoll ausgestatteten Arm- und Beinschmuck, den sie selbst fertigen und auf kleinen Märkten zum Verkauf anbieten. Die Volksgruppen der Ovambo sowie die im Caprivizipfel ansässigen Völker sind unterdessen für ihre anmutigen Holzschnitzereien bekannt, die unter dem namibianischen Künstler John Muafangejo zu internationaler Wertschätzung gelangen konnten. Seine Kunstwerke haben fast ausnahmslos das Leben des Stammes der Ovambo zum Thema und werden in aller Welt ausgestellt. Auch die Musik spielt in den Traditionen Namibias eine große Rolle. Vor allem bei den Nama gehört das Musizieren auf selbst gefertigten Instrumenten zum traditionellen Alltag und wird bei Festlichkeiten des Volkes auf höchstem Niveau zelebriert. Zur Volkskunst Namibias gehört darüber hinaus auch die Felsenmalerei, die als Zeugniss frühester künstlerischer Betätigung in dem südwestafrikanischen Land gelten kann.
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Küche & Kulinarisches

Im gesamten Land lassen sich vornehmlich Fleischgerichte in verschiedensten Variationen finden. So gilt das „Biltong“ als eines der typischen nationalen Gerichte Namibias. Es besteht aus getrocknetem Fleisch vom Strauß, vom Kudu sowie von der Antilope, dem Oryx oder dem Rind. Es kann sowohl trocken gegessen werden als auch eingeweicht und weiterverarbeitet werden. Beide Möglichkeiten sind in den meisten Lokalitäten der größeren Städte des Landes zu finden und gelten bei den ausländischen Besuchern Namibias zu den kulinarischen Höhepunkten. Darüber hinaus ist der Fisch ein beliebtes Nahrungsmittel in Namibia und ist ebenfalls Bestandteil zahlreicher landestypischer Gerichte. Besondere Erwähnung verdient das dunkle Straußenfleisch, das nicht nur sehr schmackhaft sondern zudem noch sehr mager und nahezu cholesterinfrei ist.
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Gesundheit

Im Gegensatz zu anderen  Ländern Afrikas haben die hygienischen Verhältnisse in Namibia  einen guten Standard. Gerade in den Gästefarmen und Safari Lodge wird auf Sauberkeit viel Wert gelegt, ob in den Räumlichkeiten der Gäste oder der Küche. Das Leitungswasser kann bis auf einige Gebiete im Norden Namibias getrunken werden. Je nachdem, in welcher Region Namibias Sie reisen, sollten nach Absprache mit Ihrem Arzt oder dem Tropeninstitut empfohlene Impfungen rechtzeitig vorgenommen werden. Hierzu gehören die Frage ob eine Prophylaxe für Malaria gemacht werden sollte oder als Stand By empfehlenswert ist. Malarone ist dabei ein Präparat was zunehmend das Produkt Lariam ersetzt hat, da es weniger Nebenwirkungen hat. Es gibt kein Impfvorschriften im Land (s. Thema Impfungen), aber diese liegt letztlich immer in der Verantwortung jedes Reisenden und TerraVsita kann hier höchstens unverbindliche Empfehlungen geben, aber keine Verantwortung übernehmen wie der persönliche Impfschutz letztlich beim einzelnen Kunden aussehen soll. Zudem steht die Notwendigkeit solcher Vorsorgeimpfungen immer in Abhängigkeit zur aktuellen Situation in Namibia sowie dem Gesundheitszustand des Reisenden. Vor Antritt einer Namibiareise sollte jedoch rechtzeitig ein Arzt konsultiert werden, mit dem Sie über verschiedene Möglichkeiten der Prävention sprechen können. Informationen über entsprechende Maßnahmen sowie Anschriften deutsch- und englischsprachiger Ärzte vor Ort erhalten Sie sowohl bei der deutschen Botschaft in Namibia als auch bei der namibischen Vertretung in Deutschland.
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Geld & Umtausch

Offizielles Zahlungsmittel in Namibia ist der Namibia Dollar (NAD / N$).

Der momentan stark schwankende Wechselkurs liegt derzeit bei 1 Euro = etwa 16 Namibia Dollar (je nach Tageskurs), sodass das Land seinen Besuchern ein fantastisches Preis-/Leistungsverhältnis bietet.  Die Einfuhr der Landeswährung ist in Namibia lediglich bis zu einem Betrag von N$ 5.000 rechtmäßig. In gleichem Maß ist auch die Ausfuhr der Landeswährung durch ausländische Touristen beschränkt. Fremde Währungen können in Namibia am sichersten in Banken umgetauscht werden. In Restaurants, Hotels oder Einkaufszentren in den größeren Städten des Landes ist das Bezahlen mit internationalen Kreditkarten in den meisten Fällen möglich. Auch das Abheben von Bargeld stellt sich in den entsprechenden Metropolen Namibias als problemlos dar. Mit Ihre EC-Karte können Sie zum günstigen Tagekurs und einer festen Bankgebühr (ca. 3 EUR) Bargeld abheben (achten Sie auf das Cirus oder Maestro Zeichen an den Automaten – ATM). Mit der Kreditkarte (Vista/Matercard) können Sie fast alles im Land bargeldlos und einfach bezahlen. Für Selbstfahrer Kunden gilt jedoch sich Bargeld zu besorgen, da die Tankstellen meist nur Bargeld akzeptieren. Neben dem Namibia Dollar zählt auch der Südafrikanische Rand zu den offiziellen Zahlungsmitteln. Vom Wechsel in Rand bereits in Deutschland in größerer Menge oder von Traveller Cheques raten wir ab. Mit etwas EUR Bargeld, der EC-Karte plus Kreditkarte sind Sie im Land gut unterwegs.
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Touristenziele & Ausflugstipps

Namibia bietet eine Fülle an verschiedenen touristischen Erlebnismöglichkeiten. Kulturliebhaber kommen vor allem in den größeren Städten des Landes auf ihre Kosten. Ein Höhepunkt dabei ist sicherlich die Hauptstadt Windhoek, die durch starke europäische Einflüsse geprägt ist und die Geschichte des Landes unvergleichlich widerspiegelt. Museen, Kirchen und historische Gebäude im wilhelminischen Baustil unterstreichen einen Windhoek Aufenthalt und bietet den Reisenden eine willkommene Abwechslung zu den vielen Naturerlebnissen einer Namibia Reise. Selbstverständlich gehören auch diese zu den unvergesslichen Erfahrungen, die europäische Touristen auf einer solchen Reise mitnehmen. Die unendlich zu scheinende Weite, die riesigen Wüstenlandschaften und die sturmbeherrschte Küste sind nur einige der Einzigartigkeiten des Landes. Auch die Vielfalt in Flora und Fauna wird Besucher des Landes beeindrucken. Weite Dornsavannen, trockenes Buschland und die Mannigfaltigkeit an verschiedensten Pflanzen- und Tierarten machen Namibia auch auf dem afrikanischen Kontinent einzigartig. Der Artenreichtum, den man anderswo auf der Welt in vergleichbarer Intensität nicht vorfinden kann wird durch zahlreiche Naturschutzgebiete bewahrt.

Eines der berühmtesten Naturschutzgebiete in Namibia ist der Etosha Nationalpark. Im ganzen Land sind sehr gepflegte und besonders gemütliche Übernachtungsmöglichkeiten vorzufinden (Holtels, Gästefarmen, Lodges und Camps), was den Aufenthalt eines jeden Namibia-Besuchers noch angenehmer macht. Die unmittelbare Nähe zu namibischen Lebenswelt macht einen Urlaub für

Natur- und Tierliebhaber besonders reizvoll. Die koloniale Prägung und die unzähligen Relikte aus vergangenen Epochen macht das Land darüber hinaus für geschichts- und kulturinteressierte Reisende reizvoll, und die unendliche Weite lässt letztlich auch Diejenigen auf ihre Kosten kommen, die lediglich Ruhe und Entspannung in einer fernen Kultur suchen. Insgesamt bietet Namibia vielfältige Möglichkeiten des Reisens – und vor allem für nahezu jede Altersgruppe.
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Nützliche Hinweise und wichtige Adressen vor Ort

Wie in den meisten afrikanischen Ländern sollten sich Touristen darüber im Klaren sein, dass die hygienischen Verhältnisse nicht den europäischen entsprechen. Deshalb ist es schon wichtig, vor allem für gesundheitlich vorbelastete Personen vor einer Namibia-Reise einen Facharzt/Tropenarzt zu konsultieren und ein entsprechendes Beratungsgespräch zu führen. Mehr Informationen dazu finden Sie unter dem Punkt „Gesundheit“. Taschendiebe und geschickte Betrüger geben in Namibia ebenfalls Anlass zur Vorsicht. Vor allem das Wechseln von Geld wird in afrikanischen Ländern nicht selten zur Bühne von Trickbetrügern. Aufzusuchen sind zum Wechseln von Geld aus diesem Grund ausschließlich Banken. Für deutsche Touristen ist die Verständigung durch die früheren deutschen Einflüsse besonders leicht. Viele Menschen in Namibia beherrschen neben der englischen auch Teile der deutschen Sprache, was auch eine Unterhaltung mit den Einheimischen ermöglicht.
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